Wie innovative Prozesswärmetechnik aus Germersheim weltweit zum Einsatz kommt, zeigte sich beim Besuch der AURA GmbH & Co. KG. Das als Hidden Champion ausgezeichnete Unternehmen entwickelt und fertigt individuelle industrielle Wärmeanlagen für unterschiedlichste Branchen – von der Rohölverarbeitung über die Lebensmittelindustrie bis zur Papierherstellung. Mit Temperaturen von bis zu 450 Grad Celsius und präzise gesteuerten Wärmeprozessen setzt AURA auf hochspezialisierte Ingenieurtechnik. Landrat Martin Brandl, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK, Tibor Müller, Stadtbeigeordneter Sascha Hofmann und Kreiswirtschaftsförderin Maria Farrenkopf informierten sich vor Ort über die Technologie, die Entwicklung und die wirtschaftlichen Herausforderungen des Unternehmens.

AURA entwickelt und baut Anlagen, die in ganz unterschiedlichen Industrien zum Einsatz kommen. Dabei gleicht keine der Anlagen der anderen: Das Germersheimer Unternehmen arbeitet ausschließlich im Projektgeschäft und fertigt individuelle Lösungen nach den Anforderungen des jeweiligen Kunden. Ob thermische Reinigung von Rohöl, Vorbacken von Brot-Teiglingen oder das Glätten von Papier: Jeder Industriekunde hat seine eigenen Anforderungen, damit das Endprodukt höchsten Qualitätsansprüchen genügt. Dass dabei Temperaturen von bis zu 450 Grad Celsius im Spiel sind, ist nur ein Teil der technischen Herausforderung. Entscheidend ist auch, die Wärme im Produktionsprozess exakt zu steuern und zuverlässig auf dem gewünschten Niveau zu halten.
Dass AURA dabei auf dem Weltmarkt technologisch ganz vorne mitspielt, wurde im April dieses Jahres auch offiziell gewürdigt: Die TechnologieRegion Karlsruhe zeichnete das Unternehmen als Hidden Champion aus.
Doch beim Betriebsbesuch ging es nicht nur um Technik und Erfolgsgeschichten. In der Germersheimer Siebbeinstraße ist man gern zu Hause, die Infrastruktur passt optimal. Allerdings bereitet die aktuelle Zurückhaltung bei Investitionen in Deutschland durchaus große Sorge, erläuterte Geschäftsführer Patric Burkhart. Hohe Energie- und Lohnkosten führen dazu, dass Unternehmen Investitionen in neue Maschinen und Anlagen vielfach zurückstellen. Das macht sich bei einem reinen Projektgeschäft unmittelbar bei den Auftragseingängen bemerkbar.
„Der Besuch zeigte eindrucksvoll, was unseren Mittelstand auszeichnet“, resümiert Brandl, „Hochspezialisiertes Know-how, individuelle Lösungen und internationale Kunden – verbunden mit einer klaren Verbundenheit zum Standort Germersheim. Der direkte Austausch ist besonders wertvoll, um Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen und dort zu unterstützen, wo es möglich und sinnvoll ist“.